Liebe Freunde

Heute schreiben wir für einmal nicht über Fliegen und Flugzeuge. Wir möchten euch einen Einblick geben in einen anderen Bereich unseres Lebens in Mareeba und Cairns.

Schon früher haben wir euch berichtet, dass wir in die freiwillige Arbeit bei den Cairns Street Chaplains involviert sind. Dies ist eine christliche Organisation, welche zum Ziel hat, Nächstenliebe ganz praktisch zu praktizieren und für Leute da zu sein welche Hilfe brauchen in den Ausgangsnächten von Fr auf Sa und von Sa auf So. Gerne möchten wir euch auf eine Nacht „mitnehmen“:

Es ist kurz nach zehn Uhr, wir erreichen mit dem Street Chaplain Van (ein ehemaliger Krankenwagen) das Stadtzentrum von Cairns. Nach kurzer Absprache mit unserer Teamleitung übernimmt jeder einen Teil des Aufstellen, David schliesst Elektrizität und Wasser an, Sibylle baut Tische und Stühle auf und die Teamleiterin füllt den Wassertank sodass wir später Wasser verteilen können. Schon bald haben wir um den ehemaligen Krankenwagen herum eine kleine Station eingerichtet die uns hilft, Leute die auf Drogen sind oder zu viel Alkohol getrunken haben, stationär zu betreuen. Jeder packt sich einige Handschuhe in der richtigen Grösse ein, Sibylle checkt mit der Teamleiterin die Erste-Hilfe Taschen während sich David um das verkabeln der Funkgeräte kümmert. Noch während dessen kommt ein junger Mann vorbei, wir erkennen ihn, eine Woche zuvor haben wir ihn ins Spital eingewiesen. Er und seine Kollegen möchten sich dafür bedanken. Wir haben ein kurzes Gespräch und wünschen ihnen eine bessere Nacht als die letzte. Dann stehen wir drei zusammen und beten für die Nacht und sind dann bereit unsere Schicht zu beginnen. Allerdings fehlt noch ein Mitarbeiter, da er kurzfristig ausgefallen ist, muss ein Ersatz organisiert werden. Bis dieser kommt machen David und Angela (die Teamleiterin) eine kurze Runde durch die wichtigsten Strassen des Stadtzentrums, Sibylle bleibt beim Van zurück und verteilt Wasser an müde Ausgänger.

Es ist eine feucht, heisse Nacht, das Thermometer zeigt immer noch 28 Grad an und der Tag war noch viel wärmer. Kein Wunder, dass schon nach 45 Minuten über 60 Becher Wasser verteilt wurden. Viele Leute bleiben stehen und es entstehen Gespräche. Die Securitas, welche in der Stadt patrouillieren, kommen vorbei und man tauscht sich darüber aus was in der Stadt los ist und wo Probleme erwartet werden. Es hat ausnahmsweise mehr lokale Leute auf der Strasse als internationale Backpacker, was vor allem damit zu tun hat, dass überall Firmenweihnachtsfeste gefeiert werden.

David und Angela kommen zurück von der ersten Runde, alles scheint ruhig. Auch der Ersatz für den ausgefallenen Mitarbeiter ist inzwischen eingetroffen. Wir sprechen uns kurz ab und entscheiden, dass Sibylle und David weiter zu Fuss durch das Ausgangsquartier gehen und dann den zweiten Teil der Nacht für die Station beim Van zuständig sind. So gehen wir los, es ist eine eher ruhige Nacht, wir behandeln aufgeschlagene Beine und aufgeschnittene Hände, verteilen Übelkeitstüten und organisieren sichere Transporte nach Hause für Leute welche etwas zu sehr gefeiert haben. Wir reden mit den Türstehern und fragen wie es läuft und wie es ihnen geht. Ab und zu werden wir auch über Funk von ihnen angefunkt, wenn vor ihrem Club Leute sind, welche Hilfe brauchen.  Nach unserer Pause um 1 Uhr werden wir von Angela angerufen ob wir sie unterstützen könnten. Es ist einiges los bei der Station und wir werden von Angela gebeten eine verwirrte, aufgebrachte junge Frau zu ihrer Unterkunft zurück zu bringen. Diese Aufgabe stellt sich jedoch als schwieriger heraus als erwartet, in das Hostel kommt man nur mit einem bestimmten Tür-Code rein, die junge Frau kann sich aber nicht an den Code erinnern. Und da sie weder ein Handy bei sich hat um ihre Begleitung anzurufen noch ein Portemonnaie mit einem Ausweis macht das Ganze nicht einfacher. Mithilfe von anderen Backpacker können wir dann nach einer halben Stunde den Besitzer des Hostels wecken und er kümmert sich darum, dass die Frau schlussendlich in das richtige Zimmer kommt. Auf dem Weg zurück zur Station fragen wir uns ob die Frau unter Drogen stand.

Für den Rest der Nacht sind wir beim Van, wir verteilen nochmals sehr viel Wasser, tauschen mit Backpacker aus wo sie schon waren und wohin sie noch gehen, fragen lokale wie ihre Nacht so läuft und dürfen immer wieder hören, dass die Cairns Street Chaplains einen Unterschied im Ausgehrviertel von Cairns machen. Ein Mädchen nimmt einen Becher Wasser mit dem Kommentar: “That’s heaven in a cup“. Noch ein letztes Mal bringen Angela ihr Partner eine Frau die nicht mehr wirklich laufen kann mit dem Rollstuhl zum Van, sodass sie sich ein wenig ausruhen kann und wir klären können, wie sie am besten nach Hause kommt oder ob sie mit der Ambulanz ins Spital muss. Nachdem auch diese Situation gelöst ist und der Himmel um 05:00 schon langsam wieder heller wird, machen wir uns daran aufzuräumen. Die Nacht war im Grossen und Ganzen ziemlich ruhig, wofür wir dankbar sind. Wir freuen uns, dass wir nun bald zu Hause sind und einige Stunden schlafen können.

Liebe Freunde

Wir melden uns wieder einmal aus Australien;-) Wir hoffen euch geht es gut und ihr hattet einen schönen Sommer. Wir freuen uns, euch nun etwas über die vergangene Zeit, in der einiges passiert ist, zu berichten.

Am Mittwoch hat David seine letzte von insgesamt sieben CPL Theorieprüfungen bestanden. Jetzt folgt in zwei Wochen die praktische Flugprüfung. Wir sind dankbar dass es so gut voran geht mit der Flugausbildung.

Ein Highlight für David war eine Reise per Flugzeug ins Arnhem Land in den Northern Territories. Wir wissen nun, dass wir beide dort unsere MAF Laufbahn beginnen werden. Arnhem Land ist ein Gebiet, das von Aborigines, dem Urvolk von Australien, bewohnt wird. Armut, Alkohol und fehlende Bildung sind grosse Probleme in dieser Region. Dazu kommt, dass das Arnhem Land nur schwer zugänglich ist. Die Gründe dafür sind sehr vielschichtig. Das Arnehm Land wurde der Urbevölkerung durch die Regierung als einen Ort zur Verfügung gestellt, wo sie ihren eigenen Lebensstil und ihre eigene Kultur leben  können. Durch die kulturellen Veränderungen um sie herum, fällt das den Aborigines aber schwer. Die durchschnittliche Lebenserwartung der einheimischen Bevölkerung liegt bei nur etwa bei 50 Jahren.

MAF operiert mit ca. 10 Flugzeugen im Arnhem Land, um den Bewohnern, sowie auch Lehrern, Ärzten und anderen Personen einen schnellen Transport zu ermöglichen. Häufig ist der Luftweg bei den grossen Distanzen und schlechten Strassen die einzige sinnvolle Transportmöglichkeit. Fliegen ist im Arnhem Land so normal wie in der Schweiz Bus fahren.

Um einen Einblick zu erhalten was uns erwartet, plante die Flugschule eine Flugreise dorthin. Simon Heusler, der andere Schweizer Flugschüler, und David bekamen den Auftrag, den Flug mit zwei Flugzeugen zu planen und durchzuführen. Die Reise nach Nhulunbuy im Arnhem Land dauerte 2 Tage oder etwa 10 Flugstunde, die Distanz ist etwa 1800km.

Früh an einem Mittwochmorgen ging es los. Ein Flugschüler musste alleine fliegen, der andere flog mit Fluglehrer und Passagier. Als Training für die Berufspilotenprüfung bekam dieser während des Fluges Aufträge gestellt und musste Probleme lösen. Nach jeder Flugetappe wurde gewechselt. Nach zwei Tagen und vielen schweisstreibenden Flugstunden über die unendlichen Weiten Australiens kamen wir an einem Freitag am Gove Airport im Arnhem Land an.

Das Wochenende verbrachte David auf Elcho Island, einer Aussenstation der MAF. MAF operiert aus der Hauptstadt von Arnhem Land sowie verschiedenen Aussenstationen aus. Auf einer solchen Aussenstation wohnen immer zwei Familien, die sich die Arbeit teilen. Die Piloten repräsentieren MAF an diesen Orten. Sie verkaufen Flüge, beraten die Kunden, bereiten die Flüge vor und führen sie auch durch. In einigen Aussenstationen sind die Piloten teilweise auch für den Gottesdienst am Sonntagmorgen zuständig.

Der Plan ist, dass wir nach der Ausbildung im Arnhem Land für MAF arbeiten. David wird dort als Pilot Erfahrung sammeln. Sibylle wird voraussichtlich im Gesundheitssektor arbeiten. Der Bedarf an medizinischem Personal in dieser Region ist sehr gross. Es ist sehr gut möglich, dass wir nach einiger Zeit in ein anderes Programm nach Papua Neuguinea oder nach Afrika geschickt werden. Geplant ist auch, dass wir nach der Ausbildung Mitte Mai 2017 in die Schweiz kommen und Anfangs September 2017 wieder nach Arnhem Land ausreisen.

Wir hatten in letzter Zeit viel Besuch aus der Schweiz. Zuerst besuchten uns Sibylles Eltern und dann Davids Schwester und ihr Freund. Wir haben diese Zeit sehr genossen. Es ist immer schön wenn wir Besuch aus Übersee unser Zuhause und und die Gegend in der wir wohnen zeigen können.

Falls du gerne mehr über uns erfahren möchtest, können wir dir gerne unseren Newsletter schicken. Anmeldung auf www.flyingforlife.ch

Liebe Freunde

Schon länger haben wir nichts mehr in den Blog geschrieben. Es wird Zeit wieder mal ein Update zu schreiben wie es uns geht und was in den letzten Wochen und Monaten alles geschehen ist. Wir haben die Halbzeit unserer Zeit in Mareeba erreicht. Schon bald müssen wir uns mit der Zeit nach der Ausbildung auseinander setzten.

David hat nun bereits vier von sieben theoretischen Prüfungen für die Berufspilotenlizenz erfolgreich hinter sich gebracht. Die letzten zwei Wochen stand intensives Nachtfliegen auf dem Programm. David hat während dieser Zeit die Nachtfluglizenz erworben. Er musste 10 Flugstunden in der Nacht absolvieren und eine Prüfung bestehen. Diese bestand aus einem mündlichen Teil, einem Simulator Teil und einer Flug Teil. Er hat die Prüfung erfolgreich bestanden, was einen weiteren Meilenstein in seiner Ausbildung darstellt. Wir sind froh, dass die Ausbildung gut vorangeht. Anfangs September kann er voraussichtlich im Rahmen der Berufspilotenausbildung eine Flugreise nach Gove in den Northern-Territories absolvieren. Dort befindet sich das MAF Projekt in dem wir im ersten Jahr voraussichtlich arbeiten werden. Das wird eine gute Gelegenheit sein die zukünftige Arbeitsumgebung anzuschauen und mit den Piloten ins Gespräch zu kommen

Sibylle absolviert in der kommenden Woche bei der Arbeit einen drei tägigen Physiotherapie Workshop . Sie freut sich sehr darauf neue Inputs zu bekommen. Die Zusammenarbeit im Team macht ihr grossen Spass. Ebenso die monatlichen Einsätze bei den Street Chaplains. Es ist sehr spannend Freitag- und Samstagnacht in Cairns unterwegs zu sein und für die Menschen da zu sein, die Hilfe benötigen. Da sie Visa bedingt nicht 100 Prozent arbeiten kann, geniesst sie es auch etwas mehr Zeit zu haben um andere Frauen zu treffen und Beziehungen aufzubauen.

Ein anderer sehr erfreulicher Punkt ist, der positive Entscheid vom BAZL bezüglich Subvention der Ausbildung. Das BAZL hat uns eher unerwartet Subventionen zugesprochen. Diese helfen uns sehr die Pilotenausbildung besser finanzieren zu können.

Auch sonst ist immer wieder etwas los. Vor drei Wochen war das grosse Mareeba Rodeo Wochenende. Sozusagen das Highlight des Jahres in dieser kleinen Stadt. Es gab neben dem Rodeo noch eine Parade, eine Chilbi und diverse kleinere Anlässe. Für uns Schweizer ist Rodeo etwas total Unbekanntes, aber es war sehr unterhaltsam zuzuschauen, wie Cowboys und Cowgirls sich auf den Stieren und Pferden zu halten versuchten sowie die Tiere in verschiedenen Wettbewerben mit dem Lasso zu fangen versuchten.

Vor einigen Wochen hat David mit einem indischen Piloten, welcher zur Vorbereitung für seinen MAF Einsatz in Mareeba war, an einem Air Race teilgenommen. Dieses wurde vom North Queensland Aero Club organisiert. Das Ziel war es, die Flugzeit über eine definierte Strecke möglichst exakt voraus zu planen und diese dann auch möglichst exakt einzuhalten. Daneben wurden auch die Landungen, die Funksprüche und ein Fragebogen bewertet der während dem Flug ausgefüllt werden musste. Schlussendlich konnten sie sich über den 5. Rang von 14 teilnehmenden Flugzeugen freuen. Das war eine spannende und lehrreiche Erfahrung für beide.

Wir wünschen alle eine gute Sommerzeit!

Liebe Grüsse

Sibylle und David

 

Liebe Freunde

Wir haben endlich wieder Zeit gefunden um ein paar Zeilen über unsere Erlebnisse zu schreiben. Uns es geht sehr gut. Wir haben uns in Australien eingelebt. Auch an die kleinen australischen Unterschiede zur Schweiz haben wir uns unterdessen gewöhnt. Zum Beispiel die Geckos in der Wohnung. Wir sind uns immer ganz sicher, dass es in unsere Wohnung keine mehr gibt. Aber trotzdem müssen/dürfen wir die kleinen Dinger immer wieder von neuem einfangen. Das machen wir so weil wir diese auch schon im Bett angetroffen haben;-). Wir haben schon früher in unserem Blog über nervöse Feueralarme berichtet. Nun wissen wir, dass dies kein Einzelfall war. Hier scheinen alle Feueralarme ein wenig nervös zu sein. Von Zeit zu Zeit dürfen wir darum gespannt dem ohrenbetäubenden Ton unseres Feueralarms lauschen wenn der Backhofen wieder ein wenig zu lang offen war. Aber auch an das kann man sich irgendwie gewöhnen;-) Auch mit dem herrschenden Papierkrieg haben wir uns abgefunden. Wenn wir Schweizer die Bürokratie erfunden haben, haben sie die Australier perfektioniert. Sibylle durfte das vor allem beim Ausfüllen ihrer Bewerbungsunterlagen erfahren. Mit dem Arbeitsvertrag musste sie etliche zusätzliche Anträge und Papiere ausfüllen, was schlussendlich 45 Minuten in Anspruch genommen hat. Auch David durfte schon im Dezember ca. 30 Seiten Papier für seine Lizenz produzieren. Weitere werden wahrscheinlich noch dazu kommen. Das ganze steht aber irgendwie sehr im Kontrast zu der allgemein herrschenden, eher entspannten, Lebenshaltung. Die Queenslander sind im Alltag sehr locker und relaxt.

David hat nun bereits die zweite von sieben Prüfungen bestanden, welche er für die Berufspilotenlizenz absolvieren muss . Er geniesst das Fliegen sehr und kommt gut voran mit seiner Ausbildung.

Sibylle hat gut bei ihrer Arbeit angefangen. Sie geniesst den Umgang mit den Mitarbeitern, was ihr auch hilft ihr Englisch weiterhin zu verbessern. Da am Arbeitsplatz von den Mitarbeitenden oftmals Physiotherapie durchgeführt wird, kann sie auch in diesem Bereich einiges lernen.

Weil Abends meist nicht viel los ist in Mareeba und fast alle Läden und Restaurants um 17:00 schliessen spielen wir sehr viele Gesellschaftsspiele oder besuchen Freunde. Oft wird uns gesagt, dass es eine gute Vorbereitung für den Einsatz ist wenn Abends nicht mehr so viel los ist und man sich selber beschäftigen muss. So werden wir also optimal vorbereitet:-). Nächste Woche kommt schon der erste Besuch aus der Schweiz. Davids Vater wird eine Woche bei uns sein, wir freuen uns sehr auf diese Zeit und die Möglichkeit ihm die Gegend zu zeigen.

Wir wünschen allen eine gute Zeit und hören auch gerne wie es euch geht. Gerne dürft ihr uns per WhatsApp oder Facebook kontaktieren. Wir danken euch auch für eure Gebete.

Sibylle und Dave

Liebe Freunde

Schon wieder ist einige Zeit vergangen seit unserem letzten Blog Eintrag.

 

David konnte inzwischen erfolgreich seine schweizer Privatpiloten Lizenz in eine australische Lizenz umwandeln. Er darf nun selbstständig fliegen und muss jetzt die nötigen Erfahrungsstunden für die Berufspilotenlizenz aufbauen. Am Karfreitag bekam er die Möglichkeit schon ein wenig MAF-Einsatz Luft zu schnuppern. Er durfte 50kg Bibel und andere Bücher in ein abgelegenes, von Aborigines bewohntes Dorf fliegen, während ein anderer Student der Flugschule die Mitglieder der Bibelgesellschaft zum Dorf flog. Es war für ihn eine spannende und lehrreiche Erfahrung. Der Flug musste gründlich vorbereitet werden, da die Route über weite Strecken über unbewohntes Gebiet, sogenannte „Remote Areas“ verlief. Erschwerend kam dazu, dass am Zielflugplatz kein Treibstoff verfügbar war. Die Treibstoffplanung war daher nicht einfach und es musste sehr genau gerechnet werden. Der Flug verlief aber planmässig und so konnten Fracht und Passagiere pünktlich zu ihrem Ziel transportiert werden.

Weil David als Student bei Aviation Australia eingeschrieben ist (eine Art höhere Fachschule die eine Partnerschaft mit MAF eingegangen ist) und diese einen Ferienplan vorschreibt, geniessen wir momentan zwei Wochen Semesterferien. In der Woche nach Ostern durften wir von einer befreundeten Familie Campingmaterial ausleihen und haben damit ein paar Tage am Meer im malerischen Mission Beach verbracht. Wir haben diese Zeit sehr genossen.

Die zweite Ferienwoche nutzt David um das erste Semester zu rekapitulieren und sich für die kommende Prüfung vorzubereiten. Bald steht schon die erste grössere Theorie Prüfung für die Berufspilotenlizenz an. Das Thema ist Luftrecht. Rechtsprüfungen sind meistens trocken und darum eher mühsam zum lernen;-) Auch sonst gibt es noch das Eine oder Andere was in dieser Woche erledigt werden sollte.

Sibylle ist nach wie vor auf Job Suche. Sie hat sich bei verschiedenen medizinischen Einrichtungen beworben. Bis jetzt wurde ihr leider noch kein Arbeitsvertrag angeboten. Das Ganze braucht ein wenig Geduld, was nicht immer nur einfach ist. Wir erleben wie es ist, als Ausländer in einem (noch) fremden Land nach Arbeit zu suchen. Die Jobsituation ändert sich aber in Australien viel schneller als in der Schweiz, weshalb wir zuversichtlich sind, dass Sie bald eine Anstellung finden wird.

Während dem vergangenen Monat wohnte eine MAF Familie mit drei kleinen Kindern (zwischen 4 Monaten und vier Jahren alt) in der Wohnung neben uns. Sibylle war fast jeden Tag nebenan um die Eltern zu entlasten. Diese Zeit war für alle sehr bereichernd, Sibylle schätzte den Kontakt zur Familie und den Kindern sowie die Möglichkeit der Familie helfen zu können.  Die Familie war in Mareeba für den Standardisierungkurs und die letzten Vorbereitungen für ihren Einsatz im nordaustralischen Arnhem Land. Sie waren daher ziemlich unter Druck und sehr froh um die Hilfe. Da die Familie nun abgereist ist, ist alles wieder viel ruhiger geworden. Wir sind aber gespannt auf die nächsten Nachbarn und die neuen Bekanntschaften. Weil wir regelmässig neue Nachbarn bekommen bleibt es für uns immer interessant und wir lernen viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von MAF kennen.

Wir wünschen euch allen eine gute Zeit und einen schönen Frühling.

Liebe Grüsse

Sibylle und David

Liebe Freunde

Langsam sind wir im Australischen Alltag angekommen. Davids Schule hat am Montag vor einer Woche begonnen. Die gemütliche Zeit ist für ihn nun vorbei. Schulbeginn ist um 07:00;-). Seit dem Start konnte er schon ein paar Flugstunden sammeln und sich mit mit der Australischen Art zu fliegen vertraut machen. Vieles ist anders als in Europa, aber das macht es auch Interessant. Momentan dominiert aber vor noch der Theorie Unterricht, da nicht alle Flugzeuge der Flugschule voll einsatzfähig sind (Flugzeuge sind teure und filigrane Erzeugnisse, dazu kommen die gesetzlichen Wartungsanforderungen usw;-)). Letzte Woche waren David und Simon bei Aviation Australia, dem Trainingspartner von MAF, um sich als die ersten MAF Flight Training Mareeba Studenten einzuschreiben. Das war vor allem für das MAF Flight Training Centre ein grosser Tag. Viele rechtliche Hürden mussten während den letzten 12 Monaten überwunden werden damit dieser Tag möglich wurde. Auch für uns hat das Auswirkungen. Da wir jetzt Studenten sind, können wir ein Studentenvisum beantragen.

Bis die Visa bewilligt werden, kann Sibylle noch nicht arbeiten. Sie nutzt diese Zeit um Englisch zu lernen und Leute kennenzulernen. Die ersten Wochen waren etwas schwierig in dieser Hinsicht, da wir noch nicht so viele Leute kannten. Dies bessert sich nun aber langsam. Die Partnerinnen von den MAF Angestellten treffen sich zweimal in der Woche Die meisten Familien hier sind schon oft umgezogen und wissen aus eigener Erfahrung wie es ist neu zu sein. Sie sind darum alle sehr bemüht, die Neuankömmlinge willkommen zu heissen. Durch eines dieser Treffen ist Sibylle sogar zu einem neuen Fahrrad gekommen:-)

Die Wohnung neben uns wird von MAF immer an Piloten vermietet, welche für die vierwöchige Einsatzvorbereitung hier sind. Momentan wohnen ein Holländer und ein Kanadier dort, welche bereits verbissene Brändi-Dog Spieler geworden sind;-) Leider reisen sie morgen schon ab und gehen nach Papua-Neuguinea und in den Südsudan in den Einsatz.

So bleibt es spannend in den grossen und kleinen Bereichen unseres Lebens. Wann bekommen wir die Visas? Wo findet Sibylle Arbeit? Wohin fliegt David morgen? Was für Nachbarn bekommen wir als nächstes?

Wir wünschen euch allen ein Gute Zeit!

Liebe Freunde

Wir wohnen nun in Mareeba und sind in unsere neue Wohnung eingezogen!

Die ersten 10 Tage in Australien habe wir in der Tree Tops Lodge verbracht. Nun konnten wir aber endlich in unsere definitive Wohnung einziehen. Am Abend bevor wir aus der Lodge ausgezogen sind, haben wir noch versehentlich beim Kochen den Feueralarm ausgelöst;-). Das ganze wurde dann relativ unkonventionell von einem Lodge Mitarbeiter gelöst, in dem der Feueralarm herausgerissen und nach draussen gebracht wurde zum abkühlen… 🙂

Nun wohnen wir in Mareeba in einer Wohnung die wir von der MAF mieten können und sind uns am gemütlich Einrichten hier. Wir warten gespannt (leicht ungeduldig) auf unsere Pakete aus der Schweiz. Ansonsten fühlen wir uns wohl. Die Angestellten von MAF haben uns sehr herzlich willkommen geheissen. Die Menschen hier sind sehr freundlich und hilfsbereit. Zum Beispiel wurde uns schon ganz spontan ein grosses Auto geliehen um unsere Möbel transportieren zu können. Durch solche Begebenheiten fühlen wir uns hier schon wie zu Hause.

Wo wohnen wir jetzt genau?

Queensland – the sunshine state. So stehts auf den Nummernschildern der Autos hier geschrieben. Mareeba ist bekannt für seine 300 Sonnentage pro Jahr. Mit seinen rund 8`500 Einwohnern liegt Mareeba im Nordosten Australiens im Bundesstaat Queensland, in den sogenannten Atherton Tablelands. Die Atherton Tablelands sind ein Hochland auf 600-1000 M.ü.M. Es herrscht tropisches Klima, somit gibt es nur zwei Jahreszeiten; die Regenzeit im Sommer und die Trockenzeit im Winter.

Riesige Flächen tropischen Regenwalds bedeckten einst die Tablelands, doch schafften es die ersten Siedler, diesen bis auf ein paar kleinere Gebiete zu roden und zu Bauholz zu verarbeiten. Deswegen sind weite Flächen der Tablelands heute landwirtschaftlich nutzbar. Es werden u.a Kaffee, Mangos, Ananas, Bananen und Zuckerrohr angebaut. Der Regenwald liegt häufig an den zur Küste sehr steil abfallenden Hängen. Trotz allem ist der verbleibende Regenwald sehr beeindruckend und ein idealer Lebensraum für unzählige Tierarten.

Wir wünschen allen einen guten Wochenstart.

Liebe Grüsse

Sibylle und David

Liebe Freunde

Wir sind in Australien!

Im Herbst 2014 hatten wir den ersten Kontakt mit MAF, nun 352 Emails, 6 Interviews, 4 Psychologische/Medizinische Abklärungen und 1 Flug-Assessment später, haben wir unsere Arbeit bei MAF begonnen.

Wir verliessen Zürich an einem regnerischen Montag Morgen Richtung Cairns and der nördlichen Ostküste von Australien. Die Reise verlief ohne grössere Probleme, und so konnten wir knapp zwei Tage später müde aber glücklich den Flughafen Cairns verlassen und gegen eine feucht heisse Wand laufen;-). Es ist sehr heiss hier. Die Temperatur beträgt meistens 30 Grad oder mehr mit hoher Luftfeuchtigkeit. Wir sind dabei uns daran zu gewöhnen. Aber es macht Freude die Wärme zu spüren und die tropischen Flora und Fauna zu erleben.

Die letzten beiden Wochen in der Schweiz waren sehr anstrengend. Wir hatten einiges zu tun mit packen, zügeln, aussortieren und so weiter. Wir möchten uns ganz herzlich bedanken bei allen die uns in dieser Zeit unterstützt haben und auch bei allen die an unserem Abschiedsfest teilgenommen haben (und fleissig eingekauft haben;-)).

Momentan wohnen wir in der Treetops Lodge in Cairns. Nächsten Freitag können wir dann unsere Wohnung in Mareeba, 50 Autominuten westlich von Cairns, beziehen. Die Zeit in der Lodge nutzen wir um Administratives zu erledigen, ein Auto zu kaufen, ein Konto zu eröffnen und den Jetlag auszuschlafen. Wir wurden sehr herzlich von den zwei anderen Schweizer Familien empfangen. Sie haben unsere Ankunft hier sehr einfach gemacht und wir freuen uns, dass wir die nächsten 1.5 Jahre mit ihnen unterwegs sein können.

Am 8. Februar beginnt offiziell die Flugausbildung. David freut sich sehr auf diese abwechslungsreiche aber auch strenge Zeit. Nach wie vor sind wir froh, wenn ihr für unser Subventionsanstrag beim BAZL betet. Die Leute beim BAZL haben einen positiven Entscheid in Aussicht gestellt. Es ist aber noch nichts entschieden. Wir müssen weitere Unterlagen nachreichen und Gespräche führen. Ihr dürft aber auch danken für unsere gute und herzliche Ankunft, und auch für den guten Abschluss in der Schweiz.

Wir wünschen euch ganz ein schönes Wochenende und geniesst den Schnee etwas für uns:-) Über dem Text könnt ihr noch ein paar Impressionen aus den ersten Tagen anschauen.

Liebe Grüsse

Sibylle und David

Liebe Freunde

Wir hoffen ihr habt alle fröhlich Weihnachten und Neujahr gefeiert. Es hat uns sehr gefreut, mit vielen von euch über die Weihnachtstage nochmals Zeit verbracht zu haben. Es ist schön zu wissen, dass wir hier in der Schweiz viele Freunde haben die uns und unsere Arbeit unterstützen. Weihnachten und Neujahr in der Schweiz mit Familie und Freunde feiern zu können ist etwas was uns sicher fehlen wird. Vor allem auch der die winterliche-weihnachtliche Stimmung.

Sibylle und Ich haben beide Ende Dezember unsere Arbeitsverhältnisse beendet. Seit dem 1. Januar bin ich nun offiziell bei MAF angestellt. Der erste (inoffizielle) Arbeitstag war aber schon 31. Dezember. Ich durfte an der Explo15 in Luzern am Stand von MAF mitarbeiten. Es war ein genialer Tag. Ich durfte viele interessierte Leute treffen, angeregte Gespräche führen, Fragen beantworten und den Standbesuchern die Vision von MAF näher bringen.

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Für uns beide beginnt nun der berühmte „Stress-vor-den-grossen-Ferien.“;-), der Unterschied ist nur, dass wir nicht in die Ferien vereisen sondern sozusagen ein neuer Lebensabschnitt im Ausland beginnen. Wir fliegen am 18. Januar, und es  gibt noch sehr vieles zu erledigen. Die Vorbereitungen speziell für das Abschlussfest mit Bazar laufen auf Hochtouren. Alles unseres Hab und Gut muss bis am kommenden Freitag in „verschenken“, „verkaufen“ und „behalten“ eingeteilt werden. Andere (mühsamere) Dinge wie Möbel auseinander bauen und Steuererklärung ausfüllen gehören momentan auch zu unseren Beschäftigungen. Trotz dem Stress freuen wir uns aber sehr auf die kommende Zeit. Wir dürfen spüren wie wir von Gott getragen sind, auch in der Zeit des Zusammenräumens und des Abschieds nehmen.

Wir sehr dankbar für alles was wir schon in den Vorbereitungen an Anteilnahme und Grosszügigkeit erleben durften. Vielen von euch haben uns Ihre Hilfe zugesagt. Sei es finanziell, praktisch und im Gebet. Wir freuen uns darüber. Alleine schaffen wir es nicht. Wir werden auf unserer Webseite eine Seite mit Gebetsanliegen einrichten. Wenn du für uns Beten möchtest kannst du dich dort gerne regelmässig informieren. Weiter unten sind schon einige Gebetsanliegen aufgelistet. Vor allem ist die finanzielle Lage ein Gebetsanliegen. Unser Support ist bis jetzt etwa zu 70-80% zusammen. Wer die 80-20 Regel kennt weiss, dass die letzten 20% meist am schwierigsten zu erreichen sind. Wir bitte um eure Gebete, dass Gott die nötigen finanziellen Mittel für die Ausbildung und den Einsatz schenken kann. Beim Bundesamt für Zivilluftfahrt haben wir zudem einen Antrag für eine Subvention für die Pilotenausbildung gestellt. Das ist ganz neu seit dem 1. Januar 2016 möglich. Diese Gelder des Bundes sollen angehenden Piloten helfen die Ausbildung besser finanzieren zu können. Wir sind auch froh um Gebete, dass dieser Antrag gewährt werden kann.

Wir wünschen euch allen eine guten und gesegneten Start in das neue Jahr und hoffen auch in Australien den Kontakt zu euch behalten zu können. Ihr dürft uns gerne (via Skype) anrufen oder uns ein Email oder WhatsApp schreiben.

Gebetsanliegen:

  • genügend finanzieller Support, Antrag beim BAZL
  • guter Abschluss in der Schweiz
  • gutes Ankommen in Australien und Kraft im Umgang mit den neuen Herausforderungen
  • gutes gelingen beim Beantragen des Studentenvisums

Liebe Grüsse

David und Sibylle

Liebe Freunde

Langsam kommen wir in den Endspurt. Einige Dinge sind bereits aussortiert und die ersten Kisten sind schon gepackt.

Wir bemühen uns sehr, möglichst viele von euch nochmals zu treffen bevor wir am 18. Januar ausreisen. Leider ist es wegen der begrenzten Zeit nicht immer möglich, aber wir geben uns alle Mühe;-)

Wie schon im letzten Blogeintrag erwähnt, werden wir ein Abschlussfest veranstalten, an dem wir hoffentlich viele von euch nochmals sehen werden. Es wird am 8. Januar 2016 am Abend und am 9. Januar den ganzen Tag hindurch stattfinden. Es wird süsses und salziges zum knabbern geben und auch das eine oder andere Glas Wein darf getrunken werden.

Wir werden an diesem Fest auch Sachen verkaufen und verschenken, welche wir nicht mitnehmen und auch nicht einlagern wollen (es wird einiges sein ;-))

Am Sonntag, 10. Januar 2016 findet in der Chrischona Andelfingen um 9:30 Uhr der Aussendungsgottesdienst statt. Alle sind herzlich dazu eingeladen.

Wir würden uns sehr freuen, viele von euch an diesem Wochenende nochmals zu sehen!