Liebe Freunde

Schon wieder ist einige Zeit vergangen seit unserem letzten Blog Eintrag.

 

David konnte inzwischen erfolgreich seine schweizer Privatpiloten Lizenz in eine australische Lizenz umwandeln. Er darf nun selbstständig fliegen und muss jetzt die nötigen Erfahrungsstunden für die Berufspilotenlizenz aufbauen. Am Karfreitag bekam er die Möglichkeit schon ein wenig MAF-Einsatz Luft zu schnuppern. Er durfte 50kg Bibel und andere Bücher in ein abgelegenes, von Aborigines bewohntes Dorf fliegen, während ein anderer Student der Flugschule die Mitglieder der Bibelgesellschaft zum Dorf flog. Es war für ihn eine spannende und lehrreiche Erfahrung. Der Flug musste gründlich vorbereitet werden, da die Route über weite Strecken über unbewohntes Gebiet, sogenannte „Remote Areas“ verlief. Erschwerend kam dazu, dass am Zielflugplatz kein Treibstoff verfügbar war. Die Treibstoffplanung war daher nicht einfach und es musste sehr genau gerechnet werden. Der Flug verlief aber planmässig und so konnten Fracht und Passagiere pünktlich zu ihrem Ziel transportiert werden.

Weil David als Student bei Aviation Australia eingeschrieben ist (eine Art höhere Fachschule die eine Partnerschaft mit MAF eingegangen ist) und diese einen Ferienplan vorschreibt, geniessen wir momentan zwei Wochen Semesterferien. In der Woche nach Ostern durften wir von einer befreundeten Familie Campingmaterial ausleihen und haben damit ein paar Tage am Meer im malerischen Mission Beach verbracht. Wir haben diese Zeit sehr genossen.

Die zweite Ferienwoche nutzt David um das erste Semester zu rekapitulieren und sich für die kommende Prüfung vorzubereiten. Bald steht schon die erste grössere Theorie Prüfung für die Berufspilotenlizenz an. Das Thema ist Luftrecht. Rechtsprüfungen sind meistens trocken und darum eher mühsam zum lernen;-) Auch sonst gibt es noch das Eine oder Andere was in dieser Woche erledigt werden sollte.

Sibylle ist nach wie vor auf Job Suche. Sie hat sich bei verschiedenen medizinischen Einrichtungen beworben. Bis jetzt wurde ihr leider noch kein Arbeitsvertrag angeboten. Das Ganze braucht ein wenig Geduld, was nicht immer nur einfach ist. Wir erleben wie es ist, als Ausländer in einem (noch) fremden Land nach Arbeit zu suchen. Die Jobsituation ändert sich aber in Australien viel schneller als in der Schweiz, weshalb wir zuversichtlich sind, dass Sie bald eine Anstellung finden wird.

Während dem vergangenen Monat wohnte eine MAF Familie mit drei kleinen Kindern (zwischen 4 Monaten und vier Jahren alt) in der Wohnung neben uns. Sibylle war fast jeden Tag nebenan um die Eltern zu entlasten. Diese Zeit war für alle sehr bereichernd, Sibylle schätzte den Kontakt zur Familie und den Kindern sowie die Möglichkeit der Familie helfen zu können.  Die Familie war in Mareeba für den Standardisierungkurs und die letzten Vorbereitungen für ihren Einsatz im nordaustralischen Arnhem Land. Sie waren daher ziemlich unter Druck und sehr froh um die Hilfe. Da die Familie nun abgereist ist, ist alles wieder viel ruhiger geworden. Wir sind aber gespannt auf die nächsten Nachbarn und die neuen Bekanntschaften. Weil wir regelmässig neue Nachbarn bekommen bleibt es für uns immer interessant und wir lernen viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von MAF kennen.

Wir wünschen euch allen eine gute Zeit und einen schönen Frühling.

Liebe Grüsse

Sibylle und David